Metrum, Rhythmus

Rhythmus im Blut zu haben ist natürlich nicht jedermanns Sache. Aber auch hier nicht verzagen, es gibt fantastische Körperübungen, die einem  so richtig angenehm in die Knochen gehen und das Gehirn für ein gutes Rhythmusgefühl vorbereiten. So kann man sich das Metronomen ersparen,  mit dessen Hilfe ja viele schon gleich ihren Text vergessen. Was die wenigsten wissen: Beim Singen braucht es ein Multi-Tasking-Denken, vor allem wenn dazu ein Instrument gespielt wird. Viele Sänger kommen sofort aus ihrem Fühlen, aus ihrer Freude raus, sobald ein Metronom den Rhythmus vorgibt, weil sich nun die linke und rechte Gehirnhälfte entweder die Hände reichen müssen oder gegeneinander arbeiten.

Wenn letzteres der Fall ist, muss ich als Gesangslehrerin schnell erkennen können, dass einseitige Belastungen vorliegen, die dementsprechend Gesangsübungen brauchen, die stark in den körperlichen Bereich gehen, wie z.B. Stimme-Körper-Koordinationsstrainings oder Übungen aus dem Taketina Rhythmusbereich. (geschützter Begriff, bitte selber googlen). Männer im Amateurbereich haben es da deutlich schwerer anfangs, haben aber die Möglichkeit mit z.B. „liegenden Achten“ Tücher zu schwenken bis die Übergänge für sie fließender werden. Am Anfang fühlt sich das beim Singen ein bisschen holperig an, aber nach einer Weile wird das Verbinden der beiden Gehirnhälften automatisiert und zur Gewohnheit.

 

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Studio für Gesang und Musiktherapie