Vernetztsein in Coronazeiten - als KünstlerIn, MusikerIn, Selbständige

von Frank Schwarzwald (Kommentare: 0)

An dieser Stelle möchte ich einfach mal ein paar Anregungen auflisten, die mir die letzten Monate sehr geholfen haben und deren Umsetzung ich auch schon bei Kollegen beobachtet habe:

- Hilfe annehmen können von Außen, ohne sich darauf zu verlassen. Am besten direkt anderweitig versuchen, seine „Füße ins Trockene“ zu bekommen und unbedingt in der Bewegung zu bleiben. Ich spreche hier die zäh fließenden Überbrückungsgelder an.

- Keine Eigenbrödlerei! Die Gefahr alles alleine regeln zu wollen kann zu einer gefährlichen Abwärtsspirale führen, die Dich nur noch um Dich selber kreisen lässt, ohne zeitnahen Ausgang. Das Gefährliche an einer weltweiten Pandemie ist – wie in diesem Falle - die Dynamik der Kollektivangst. Ein gemeinsames „Negativ-Denken“ kann sich zu einer kraftvollen Bewegung entwickeln, mit der tausende von Menschen schnell in Resonanz gehen können, wenn sie nicht gut aufpassen.

- Nimm Kontakt auf mit Freunden, Bekannten, Geschäftskollegen, vernetze Dich so gut es geht. Für einige reicht ein tägliches Telefonat, ein gemeinsamer Spaziergang zwischendurch. Ich persönlich bin seit 5 Jahren aktives Mitglied im Unternehmernetzwerk BNI (Business Network International). Wöchentlich treffen sich 35 Unternehmer aus der Regio, stellen ihre Geschäfte vor, teilen ihre Herausforderungen und Nöte, schauen was der/die andere braucht. Man erkennt schnell, dass die Vorgehensweisen sehr unterschiedlich sind, man kann viel voneinander lernen und sich auf neue Anregungen einlassen. Z.B. konnte ich über Weihnachten 2020 jede Menge Gutscheine mit Gesangsunterricht und Coaching verkaufen, die mir 2 Monate über den Berg halfen bis es wieder aufwärts ging. Das ersparte jede Menge Kosten, Nerven, Ängste etc. Viele Unternehmer haben gerade keine finanziellen Einbußen und sind auch froh, anderen helfen zu können, wo die Regierung nicht nachkommen kann oder will. Keine Ahnung..

- Und zum Schluss: Plane für jeden Tag etwas, auf das Du Dich so richtig freuen kannst. Völlig egal was. Das schüttet enorm viel Serotonin (Glückshormon) aus über mehrere Stunden und hält Deinen Freude-Energie-Pegel aufrecht. Denn der wichtigste Motor für Deine Selbständigkeit ist Dein Herz, das Dich Deine Arbeit gerne machen lässt. Das ist Dein Dich täglich neu antreibendes Kapital aus dem Du schöpfen kannst. Alles andere bedeutet nur Arbeit, Anstrengung und „Hamsterrad“. Deswegen sind wir ja nicht selbständig geworden, oder?
Ansonsten wäre jetzt die Zeit darüber mal gründlich nachzudenken.

Ich persönlich kann in diesen Zeiten mit der Musiktherapie gut dazu beitragen, dass Menschen in der Kraft bleiben und nicht ihren „Roten Faden“ im Leben verlieren. Dazu stehen einfache Möglichkeiten zur Verfügung, die gerne belächelt werden, aber wirken. Und das SCHNELL und JETZT! Und nicht erst nach 100 quälenden Gesprächen über Deine tiefste Vergangenheit, für teuer Geld und mit hohem Zeitaufwand.

Es gibt immer einen Weg. Gehen wir ihn mit Blick nach vorne, gemeinsam.

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Studio für Gesang und Musiktherapie